Mondwelt

 

 

 

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Aus „Passage zur Mondwelt“

von M. Yamagishi, (1960)

 "Der Mensch denkt zuviel - er denkt zu kompliziert.

Wenn man über zwei Dinge gleichzeitig nachdenkt, wird es schwierig.

Wenn man über etwas nachdenkt, sollte man einfach zuerst trennen und zerlegen und den Fokus des Denkens auf ein Einziges vereinfachen.

Es gilt, die eigenen Vorstellungen und die Vorstellungen der anderen nicht durcheinander zu bringen.

Besonders beim Nachdenken über etwas Neues sollte man die eigenen alten Denkweisen, Theorien und dergleichen, nicht einmischen.(nicht urteilen )

Wenn man etwas Neues probiert, das man bis jetzt noch nie gegessen hat, sollte man nicht beurteilend vergleichen mit etwas aus der Vergangenheit, nicht den Geschmack, den man früher gekostet hat auf der Zunge übriglassen oder urteilen über scharf, süss, sauer, usw..

Bei etwas völlig Neuem geht es darum, es unbefangen zu probieren. Es ist etwas, das man nicht kennt solange man es nicht probiert hat. Man soll ohne den Geschmack vergleichend zu vermischen, einfach den individuellen Geschmack kosten.

Wenn man hört, dass die ganze Welt zu einer freundschaftlichen, fröhlichen Welt wird, in der Geld und Besitz unnötig ist, wenn da zu kompliziert gedacht wird, dann gibt es vielleicht auch Leute, die das schonungslos ablehnen als etwas das absolut unmöglich sei. Wird da wohl nicht irgend eine Denkweise zugeschaltet und viel zu kompliziert gedacht?

Selbst die Spatzen auf den Dächern oder die über den Rapsblüten tanzenden Schmetterlinge zwitschern und tanzen frei und fröhlich herum, ohne Geld zu haben, ohne irgendwelche starren Grenzen zu ziehen. Sie scheinen weder Rechte geltend zu machen noch Pflichten zu fühlen.

Warum muss wohl der Mensch, der über hervorragende Intelligenz und Fähigkeiten verfügt, sich fest mit Rechten und Pflichten einzäunen und fesseln?

Im freundschaftlichen fröhlichen Dorf, wo Geld nicht nötig ist, ist Nahrung, Kleidung und Wohnung alles gratis. Es gibt keine Entschädigung oder Auszeichnung. Man kann Nahrung oder Kleider, die es in diesem Dorf gibt, je nach Bedarf, was man braucht, soviel man wünscht, einfach gratis benutzen. Ob Fische oder Früchte, man kann sie frei vom Ladentisch nehmen und davon essen, soviel man mag. Beefsteak, Chips oder Filets sind eine Selbstverständlichkeit, Wein kann man trinken nach Herzenslust und die herrlichsten Nachspeisen essen, wie es einem beliebt. Zum Wohnen ein passendes Haus, in einem Haus, in dem man wohnen möchte. Es ist möglich in irgendeinem Haus zu wohnen.

Ursprünglich gehörte niemandem etwas, alles ist für wen auch immer benutzbar. Man darf alles gratis und frei benutzen. Das ist etwas Selbstverständliches.

Keiner runzelt die Stirne und redet mit vorwurfsvollem Blick von Rechten und Pflichten. Es wird auch niemand als Dieb behandelt oder des Diebstahls beschuldigt. Es gibt weder Verordnungen, die zur Arbeit zwingen, die an die Zeit binden, noch gibt es Aufseher. Man schläft, wenn man schlafen möchte und steht auf, wenn man aufstehen möchte. Es ist das Dorf, das dem echten menschlichen Leben entspricht, bei dem man tagein tagaus fröhlich spielt und was man machen kann, dann tut, wenn man es will und bald wird die ganze Welt so sein.

Wir denken, dass so ein Leben besser ist, wie ist es wohl?

Gibt es jemanden, der dies nicht mag?

Ich möchte jeden Einzelnen fragen.

Man soll in Ruhe darüber nachdenken.

Falls es jemanden gibt, der dies nicht mag, dann möchte ich ihn nach dem Grund fragen.

Falls es Leute gibt, die so ein Leben führen möchten und so eine Gesellschaft aufbauen möchten, denke ich, sollten sie es ernsthaft versuchen."

Sind Sie sehr überrascht, wenn Sie hören, dass es in verschiedenen Ländern der Welt Gemeinschaften und Dörfer gibt, das grösste mit über 600 Bewohnern, die eine solche Welt Schritt für Schritt verwirklichen wollen? Und das seit über 50 Jahren!

Die Adressen dieser Dörfer gebe ich Ihnen gern bekannt. Sie freuen sich auf ihren Besuch.

 

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